Straußenführer 2017


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Blutspenden in der Uniklinik Freiburg






Spazieren mit der Wissenschaft

Im Gespräch: Martin Schmitz über den Soziologen Lucius Burckhardt

Der Soziologe und Querdenker Lucius Burckhardt (1925-2003) bezeichnete seine Forschungen in den 1980er Jahren als Spaziergangswissenschaft und hat diesen Denkansatz als Dozent, durch Bücher, Aktionen, Fotografien und mit „landschaftstheoretischen Aquarellen“ vermittelt; letztere werden nun auf der documenta 14 in Kassel und Athen gezeigt. Unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel hat den Burckhardt-Experten Martin Schmitz aus Berlin befragt.

Soziologe Lucius Burkhardt. Foto: Annemarie Burckhardt, © Martin Schmitz Verlag

Soziologe Lucius Burkhardt. Foto: Annemarie Burckhardt, © Martin Schmitz Verlag

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Countdown einer Ehe

Henrik Ibsens „Nora“ beim Sommer-Open-Air der Immoralisten

Als Henrik Ibsen 1879 sein Theaterstück „Nora oder Ein Puppenheim“ verfasste, waren die Geschlechterrollen noch klar definiert: Der Ehemann verdiente das Geld und sorgte für Ehefrau und Familie, weshalb ihm auch die Entscheidungsgewalt über alles oblag. Im Gegenzug erzog die Ehefrau die Kinder, führte ansonsten ein sorgenfreies Leben und kümmerte sich ums Aus- und Ansehen. Ein veraltetes Arrangement, wie es auch heute existiert und funktioniert.

Lisa-Lena Tritscher und Jochen Kruß

Lisa-Lena Tritscher und Jochen Kruß

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„Und ewig lockt das Weib“

„Picasso und die Frauen“ – Ausstellung in der Kunsthalle Messmer in Riegel

Maler und Modell im Atelier, ja deren Polarisierung, das ist ein wesentlicher Aspekt des Schaffens von Pablo Picasso (1881-1973), dem sich derzeit eine Ausstellung in der Kunsthalle Messmer widmet.

Pablo Picasso: „Dora Maar mit zurückgelegtem Kopf“, 1939. (© Kunsthalle Messmer)

Pablo Picasso: „Dora Maar mit zurückgelegtem Kopf“, 1939 (Ausschnitt). (© Kunsthalle Messmer)

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Verzweiflung macht verführbar

Die 42. Rathaushofspiele des Wallgraben Theaters zeigen das Musical „The Black Rider“

Ein riesiges, knallrotes Wetterhäuschen mit Hirschgeweih und zwei Toren füllt die Bühne, davor stehen stilisierte Tannen und ein Hochstand, links davon quetschen sich drei Musiker an die Wand – es herrscht drangvolle Enge zur Premiere des Musicals „The Black Rider“ im Freiburger Wallgraben Theater. Bis kurz vor Beginn hoffte man bei diesen 42. Rathaushofspielen noch auf einen lauen Sommerabend, das folgende Gewitter zwang zum Umzug in den Gewölbekeller. Grandios ist aber auch diese abgespeckte Indoor-Version, die unbedingt Lust macht, das Ganze nochmal unter freiem Himmel zu erleben.

Dynamischer Broadway-Flair im Rathausinnenhof (© Hermann Posch)

Dynamischer Broadway-Flair im Rathausinnenhof (© Hermann Posch)

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„An Stelle Obamas hätte ich die Klappe gehalten“

Im Portrait: Michael Horbach – Galerist und Kuba-Liebhaber aus Köln

Michael Horbach ist unter anderem Galerist, Millionär und Fotograf. Elisabeth Jockers traf den 67-jährigen zuhause in Köln zum Gespräch über sein Leben, Kuba und die Kunst.

Michael Horbach in den Räumen seiner Stiftung (© Thomas Karsten)

Michael Horbach in den Räumen seiner Stiftung (© Thomas Karsten)

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Dauerlauf in der Badewanne

Zum Werk der 2007 verstorbenen Künstlerin Romane Holderried Kaesdorf

„Meine Figuren machen nichts Besonderes, nur etwas Anderes“, meinte die Malerin und Zeichnerin Romane Holderried Kaesdorf (1922-2007) einmal lapidar. „Es gibt Handlungen. Keine Ergebnisse. Keine Bedeutung.“ In der Tat entbehren sämtliche ihrer Bilder jeden rationalen Sinns und jeder Logik. Klischees interessierten die Künstlerin einfach nicht.

Romane Holderried Kaesdorf: „Badewanne: 2 Frauen stellen Dauerlauf in der Badewanne“, 1981, privat

Romane Holderried Kaesdorf: „Badewanne: 2 Frauen stellen Dauerlauf in der Badewanne“, 1981, privat

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Kurzweilig und prallbunt

Shakespeares „Was ihr wollt“ bei den 69. Festspielen auf dem Breisacher Schlossberg

Ein rotes Zuckerbäcker-Schloss steht auf der idyllischen Freiluftbühne auf dem Breisacher Schlossberg, drumherum gibt es echte Bäume, knallbuntes Riesen-Obst und einen Pavillon mit Schaukel. Eine stimmungsvolle Kulisse für ein Märchen mit einer Prise Kitsch und jeder Menge Schabernack (Bühne: Stephanie Breidenstein). All das gibt es bei den 69. Festspielen gleich zwei Mal, wird hier doch mittags „Rumpelstilzchen“ gespielt und danach der Shakespeare-Klassiker „Was ihr wollt“ für die Großen.

Wer liebt hier wen?

Wer liebt hier wen?

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Randale und Liebe

„Greiffenegg und Ramberg“ im Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum Freiburg

Eine ungewöhnliche Ausstellung ist das derzeit im Haus der Graphischen Sammlung: Der Titel rankt sich um zwei Männer, die vornehmlich im Spiegel von Zeichnungen aus den Jahren 1821-24 in Erscheinung treten, die zugleich Zeugnis ihrer Freundschaft sind. Die Rede ist von dem in Freiburg geborenen und gestorbenen Hermann Gottlob Xaver von Greiffenegg-Wolffurt (1773-1847) und Johann Heinrich Ramberg (1763–1840), Hofkünstler und Karikaturist am Hofe von Hannover.

Johann Heinrich Ramberg: „Greiffenegg prüft die Wetterlage auf Osoppo“, 1824 (© Städtische Museen Freiburg, Foto Axel Killian)

Johann Heinrich Ramberg: „Greiffenegg prüft die Wetterlage auf Osoppo“, 1824 (© Städtische Museen Freiburg, Foto Axel Killian)

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